
Wir wählen einen Stern, ruhen im Blick und lassen Sätze der Güte mitschwingen: Möge ich sicher sein, möge ich ruhig sein, möge ich in Freundlichkeit leben. Dann weiten wir sie auf den Kreis, die Tiere der Wiese, die Schlafenden im Dorf. Die Weite des Himmels hilft, das Herz elastisch zu machen.

Vom Scheitel bis zu den Zehen wandern wir mit Aufmerksamkeit, freundlich, ohne zu korrigieren. Kühle Stirn, warmer Nacken, Schultern, die vielleicht loslassen wollen. Geräusche werden Marker, nicht Störer. Wenn Gedanken auftauchen, kehren wir zu Empfindungen zurück. So stabilisiert sich Präsenz, und Müdigkeit wandelt sich in waches, ruhiges Gewahrsein.

Wir stimmen Schritte auf den Atem ab: heben, vor, senken, berühren. Der Boden antwortet, Gras federt, Stein erinnert. Taschenlampen bleiben dunkel oder zeigen nur den Wegesrand. In dieser Einfachheit wird jeder Schritt vollständig, jeder Halt bedeutsam. Unaufgeregte Freude taucht auf, als hätte die Nacht selbst uns an die Hand genommen.
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